Im Jahr 2014 nannte Journalist Adam Sternbergh Emojis eine „invasive Cartoon-Armee“, die versucht, die uralte Herrschaft der Worte zu stürzen. Heute sind sie fester Bestandteil unserer Kommunikation: Bunte Gesichter, Pizza-Scheiben und tanzende Damen inklusive. Dabei stammen die kleinen Bildchen schon aus den späten 90ern, als clevere Tüftler in Japan ein ganz neues Ausdruckssystem erfanden.
Die Verwendung von Emojis variiert stark. Sie zeigen, wie sich Kultur, Humor und Kommunikation zwischen Generationen, Ländern und Kulturen unterscheiden. 😂 und 😍 regieren zwar global noch, aber die neuen Stars sind 🥺, ✨ und 🫶. Dagegen wirken 😏 und 👌 heute schon fast wie ein Wählscheibentelefon….
Ein burmesischer Popsong über die Schwierigkeiten der Liebe (was auch sonst?!), wenn Gefühle, Missverständnisse und Herzschmerz hinter Texten, Emojis und ungelesenen Nachrichten verborgen bleiben. 💔😭💔
Labubu – oder welche Emotionen wollen wir skalieren?
Sie sind flauschig, haben spitze Zähne und baumeln als Accessoires an Designerhandtaschen. Die Rede ist von Labubus. Rihanna hat welche, Kim Kardashian, Cher und sogar David Beckham sind von den skurrilen Monstern angetan. Die Dinger gibt es schon länger, der Hype wurde aber erst kürzlich durch Social Media (TikTok) entfacht und durch das Feiern vom Auspacken der «Blind Boxes».
Der Aufstieg von Labubu zeigt aber auch: es benötigt keinen Slogan, keine Storyline – nur Design. Die Kernfrage lautet nicht mehr «Was ist die Story?», sondern «Welche Emotionen wollen wir skalieren?». Etablierte Marketing- und Brandingstrategien geraten da gehörig ins Wanken. Stoff zum Nachdenken…
Willst du eine kreative Idee verkaufen? Dann rede nicht drüber, sondern lasse die Menschen die Idee spüren. So wie der Erfinder Elisha Otis. Er hatte in den 1850er Jahren eine Sicherheitsbremse für Aufzüge entwickelt. Aber die Öffentlichkeit war von der Idee nicht überzeugt. Also baute einen hohen, offenen Schacht in der Mitte der grossen Weltausstellungshalle in New York, stellte sich auf eine Lift-Plattform und schnitt das Seil durch. Die Plattform kam zum Stillstand. Die Menge schnappte nach Luft. Otis stieg lächelnd herunter. Seine Bremse hatte funktioniert und seine Zukunft war gesichert. Und erst noch hatte er den ersten Elevator-Pitch gehalten.
Bald darauf wurde ein Otis-Aufzug im Eiffelturm und im Empire State Building installiert.
Das ist die Kraft der Emotionalisierung.
Es geht nicht darum, den Menschen zu sagen, dass deine Idee funktioniert.
Es geht darum, einen Moment zu schaffen, den sie nie vergessen werden.
Am Branchenevent WOOHW! wurden letzten Donnerstag die kreativsten OOH-Kampagnen der Schweiz ausgezeichnet. Insgesamt 15 Arbeiten erhielten einen «Swiss OOH-Award» (Gold, Silber, Bronze). Und, hat es eine drunter, die bei dir die WOOHW-Emotion auslöst? Selbst sind wir noch etwas unschlüssig…
Eine KI die denkt keine zu sein? Wie weit wir davon wohl noch entfernt sind? FIVERR – eine internationale Plattform für Freelancer – spielt das in ihrer neuen Kampagne «Prompt and Punishment» schon mal durch. Garry denkt er sei echt. Dabei ist er nur das, was der Profiprompter aus – und hier vor allem «mit» ihm – macht. Sorry Garry… nicht echt, aber witzig!
Jein oder zumindest anders! Das gilt vor allem auch für Werbung, die in der Form heute gar nicht mehr möglich wäre. Hier 15 historische Spots, die noch vor gar nichts Halt gemacht haben. Puah!
Nur in Teilen! Wäre diese Wikingersaga tatsächlich real gedreht worden, hätte das wohl jedes Hollywood-Budget mehrfach gesprengt. Stattdessen haben wir für eine «echte» Band (muss man heute ja auch schon erwähnen…) diesen Clip gepromptet und die Musiker als «Erzähler der Saga» dazu gefilmt. Eine Kernbrand-Produktion, die rockt!
Wir sind überzeugt: Gute Kommunikation trifft vor allem das Herz, oder den Bauch – einfach dort, wo Gefühle entstehen. Deshalb haben wir in den letzten Monaten an einem frischen Markenauftritt geschraubt, inkl. neuer Website unter dem Leitmotiv: «Make People Feel». Unsere Mission: Marken erlebbar machen.Denn echte Wirkung entsteht nur dort, wo Strategie auch echte Emotionen auslöst. Take a look at yourself.
«World Unseen» ist mehr als eine Fotografie-Ausstellung. Es ist eine Einladung, Fotografie neu zu entdecken. Nicht nur zu sehen, sondern auch zu fühlen und zu hören. Und es ist auch ein Appell, Kunst für alle zugänglich zu machen.Im Rahmen des International Photo Festival Olten (IPFO) kann diese von Canon produzierte Ausstellung besucht werden.
Wenn wir freundlich oder grosszügig sind, wenn andere freundlich oder grosszügig zu uns sind und sogar, wenn wir nur Zeuge einer freundlichen oder grosszügigen Handlung werden, dann ist das der Produktion von Oxytocin zu verdanken, das durch unseren Körper fliesst. Und das Beste daran ist: Je mehr Oxytocin wir haben, desto grosszügiger werden wir. Simon Sinek bringt es in seinem Video (in English) in 2 Minuten gut auf den Punkt.
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